Mein irisches Tagebuch – Tag 1

Sehr lange bin ich mit der Idee schwanger gegangen, ob ich nun alleine nach Irland fliege oder nicht. Gerne wollte ich wieder alleine mit dem Rucksack verreisen, hatte aber schlechtes Gewissen meine Frau alleine zu lassen. Da sie selber keinen Urlaub hat, hat sie mich dazu ermutigt. 

  Durchgeschwitzt bin ich in Düsseldorf am Flughafen angekommen, da die Bahn sich wieder von der besten Seite gezeigt hat und ich im Berufsverkehr in einem halben Zug Platz nehmen durfte. So richtig stimmt das nun nicht. Ich bin mit meinem Rucksack in eine Ecke gequetscht worden, dass ich nicht fallen konnte. 

Beim Flug hatte ich den Eindruck, der Pilot hat extra einen Umweg in Kauf genommen, um jedes Luftloch mitzunehmen. Genervt war ich und freute mich auf mein erstes Bier. Mit dem Bus bin ich nach Dublin gefahren und die Stadt entschädigte mich für heute alles erlebte. Blauer Himmel und Sonnenschein, es sah richtig gut aus. Der Bus brachte mich zum Bahnhof Heuston, leider hatte ich dort knapp zwei Stunden Aufenthalt. Ausreichend Zeit, um einen Happen zu essen. Ich habe mich für die Tagessuppe entschieden und dazu einen alten Bekannten zu mir genommen: ein Smithwicks. Nun konnte der Urlaub beginnen. 

Im Bahnhof Heuston wartete ich auf meinen Zug, der mich nach Kilkenny bringen würde. Kilkenny habe ich mir nicht wegen dem gleichnamigen Bier ausgesucht. Das irische Kilkenny-Bier, das wir aus den heimischen Pubs kennen, wird erst seit kurzem in Irland selbst verkauft, da es nur für den Export vorgesehen war. In dem Ort Kilkenny möchte ich in den Pub, der zur O’Hara-Brauerei gehört. Im Februar 2015, bei meinem ersten Aufenthalt in Dublin, ist mir das cremige Stout aufgefallen und machte mich neugierig.  

 

Meine erste Zugfahrt in Irland habe ich auch hinter mich gebracht. Beeindruckend fand ich, wie sauber und pünktlich die Züge hier sind. Da ja Internet in Deutschland noch Neuland ist und Irland zu den aufstrebenden Nationen gehört, hat man hier in den Zügen WLAN in einer ordentlichen Qualität. 

Mein Hotel ist das Kilkenny Inn. Empfohlen wurde mir es vom O’Hara-Brewery Corner via Facebook. Das ist der Pub, der zu der Brauerei gehört, denn ich wollte ein Hotel in der Nähe haben. Der Weg vom Bahnhof zum Hotel war nicht spektakulär. Kilkenny hat den Charme von Lippstadt. Also das, was ich bis jetzt gesehen habe. 

 
  Im Pub gelandet, bekam ich eine extra Bierkarte unter die Nase gehalten. Die Auswahl an Bieren der O’Hara-Brauerei ist groß. Ich habe mich für ein Testbrett entschieden:

  • O’Hara Amber Adventure ist bernsteinfarbend. Im Geruch recht schwach, im Geschmack aber gewaltig. Der Hopfen wird aus Neuseeland importiert und ist sehr zitronig. Ein guter Einstieg, es macht Lust noch mehr zu testen.
  • O’Hara Metalman Pale Ale ist ebenfalls bernsteinfarbend und im Geruch schwach. Der Geschmack ist nicht so ausgeprägt, aber ich schmecke Mandarine und zum Ende hin zieht die Bitterkeit an.
  • O’Hara Irish Red Nitro sieht aus wie ein typisches Red Ale und ist noch geruchloser. Aber es ist samtweich. Es schmiegt sich um die Zunge herum. Vielleicht täusche ich mich, aber ich schmecke etwas rauchiges heraus. 
  • O’Hara Leann Folláin ist ein stärkeres Stout. Es ist schwarz und riecht stark nach Röstmalz. Toll ist aber, dass es intensiv nach Kaffee und dunkler Schokolade schmeckt.  

Später habe ich noch weitere Biere getrunken, habe aber schon so viel getestet, dass ich mir kein vernünftiges Urteil erlauben kann. 

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