Remscheider Pils

IMG_1741Manfred und ich sind fremdgegangen, Einmal im Monat besuchen wir den Stammtisch der Landeskirchlichen Gemeinschaft im Ottenbrucher Bahnhof. Nun berichtete mir Manfred, dass gegenüber seines Büros ein Brauhaus eröffnet hat. Also haben wir einen Termin ausgemacht und das Brauhaus besucht. Sehr gemütlich ist es. Klassisch wie ein Brauhaus eingerichtet. Die Einrichtung ist so neu, es riecht wie in der Möbelausstellung bei IKEA.

Manfred hat mir erzählt, wie es zu dem Brauhaus gekommen ist. Wenn ich es richtig im Hinterkopf habe, hatten zwei Studenten aus Remscheid die Idee ein eigenes Bier zu brauen. Ich denke mal, die beiden hatten beim Bier die Idee. Haben eine Brauerei außerhalb Remscheid gefunden, viele Flaschen produziert und paar Einzelhändler gefunden, die das Bier vertreiben. Dann kam eine Behörde zum Vorschein, und sagte, dass sie das Bier nicht als Remscheider Bier vertreiben dürfen, da es nicht in Remscheid gebraut worden. Ich behaupte einfach mal, dass jede Regelung seinen Sinn hat, auch wenn man sie nicht sofort versteht. Dem Projekt „Remscheider Bier“ drohte das aus. Im Zentrum von Remscheid wurde ein Hotel verkauft und der neue Betreiber hat von dem Dilemma erfahren. Eine befreundete Brauerei hatte dann die Idee, im Erdgeschoss ein Brauhaus einzurichten und vor Ort das Bier zu brauen. Ob diese Geschichte nun so stimmt, kann ich nicht hundertprozentig bestätigen, aber gut hört sie sich an.

Wir haben etwas probiert an dem Abend. Angefangen haben wir mit dem Scheps. Ein Schankbier mit nur 2,5 % Alkohol. Mir gefiel es. Das Duuster wollten wir trinken, das war aber nach der Eröffnung, die kurz davor war, einfach ausverkauft. Hoffentlich ein gutes Omen. Dafür bekamen wir das Festbier angeboten, das sehr malzlastig und süffig war. Das Pils habe ich mir mitgenommen, da es mir so gut geschmeckt hat.

Das Pils ist goldgelb und hat eine leichte Trübung. Bei der Perlage denke ich an Dittsche mit seinem Ausspruch „Das perlt aber!“. Der Schaum ist schneeweiß, feinporig und von einer durchschnittlichen Lebensdauer. Der Geruch ist hopfig und würzig, aber recht schwach auf der Brust. Vielleicht habe ich meine Nase schon zu sehr mit IPAs versaut.

Das Pils ist lecker. Im Antrunk ist es herb, die Würze kommt durch und im Abgang bleibt es lange herb. Die Kohlensäure ist spürbar, aber nicht aufdringlich. Es perlt, aber es fördert kein Bäuerchen. Ein tolles Pils und ich hoffe, dass die Remscheider Erfolg haben werden. Mir könnte es gefallen, wenn das Flaschenbier nicht nur in Remscheid angeboten wird. Gerne auch in den benachbarten Städten wie Wuppertal.

In das Brauhaus muss ich aber mal wieder. Das Duuster und das Weizenbier möchte ich noch testen. Zum Schluss fällt mir noch ein, dass ich das Design der Gläser total toll finde.

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