Vielanker Brauerei

Meine Frau und ich bekamen es nicht anders geplant und konnten nur die erste Woche im November gemeinsam verreisen. Wir haben uns für eine Minikreuzfahrt von Kiel nach Oslo und wieder zurück entschieden. Um die Anreise zu entzerren, haben wir für eine Nacht einen Zwischenstopp im Braugasthof der Vielanker Brauerei in (Überraschung) Vielank eingelegt. Aufmerksam darauf bin ich durch die Albquellbrauerei in Trochtelfingen geworden, denn dort liegen Broschüren der privaten Braugasthöfe aus.

Die Anfahrt durch das Wendland war schon entspannend, die Brauerei ist auch direkt hinter der Elbe, die bis 1990 die Zonengrenze war. Vielank ist nicht sonderlich groß, aber die Vielanker Brauerei ist mit Sicherheit das Zentrum des Ortes. Aufgrund der eintretenden Dunkelheit und des Regens habe ich auf Fotos verzichtet. Aber das Gebäude heißt einen willkommen!

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Wir haben unseren Zimmerschlüssel geholt und haben unser Zimmer bezogen. Es ist nicht im Hauptgebäude, aber fußläufig in einer umgebauten Scheune zu erreichen. Sehr geschmackvoll eingerichtet. Aufs Detail wurde geachtet.

Im Restaurant angekommen ist mir die einladende Atmosphäre aufgefallen. Es ist rustikal und warm eingerichtet. In der Speisekarte wird darauf hingewiesen, dass die hauseigenen Auerochsen nach Bio-Richtlinien aufgezogen werden. Wenn die Vegetarier es dennoch als Mord bezeichnen, stimme ich dem zu und verweise auf das umfangreiche Angebot an fleischlosen Gerichten. Das Fleisch vom Burger war toll, nur das Brötchen hat noch viel Luft nach oben. Es wäre schon ein Gewinnen, wenn man es etwas anrösten würde

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Jetzt aber zum Bier! Die Karte hat eine schöne Auswahl an hauseigenen Bieren im Angebot. Auch spannende Biermischgetränke, aber seit Jahren bin ich entschiedener Gegner von Bierversuchen. Nur Bier aus dem Sauerland kann mit Limonade aufgewertet werden.

Ich habe mir eine Strategie ausgedacht, in welcher Reihenfolge ich am besten die Biere probiere. Von mild bis herb. Ich fragte noch die Bedienung, in welcher Reihenfolge ich vorgehen soll. Sie schlug mir als erstes Bier das Pils vor. Ich habe dann doch meinen eigenen Kopf durchgesetzt. Hier sollte ich auch nicht so kritisch sein. Es ist auch nicht normal, dass sich ein Gast hinsetzt und sagt, er probiert sich durch alle Sorten.

Ich fing mit dem Dunklen an, ging weiter übers Weißbier, Winterbock (das Saisonbier), Pils und Schwarzbier. Der Winterbock traf nicht meinen Geschmack, es waren aber alles hervorragende Biere. Hervorheben möchte ich aber das Schwarzbier. Das ist ein Gedicht. Das ist reich an Hopfen und Röstmalzen. Alles harmoniert miteinander, ist miteinander abgewogen. Im Abgang ist das Bier intensiv und anhaltend. Auch optisch ist das Schwarzbier ein Genuss. Am liebsten würde man dem Vielanker zurufen, es möge sich bitte langsam ausziehen.

Auf der Getränkekarte steht noch das Jahrgangsbier, das Stout. Jedoch aus der Flasche. Da kam der westfälische Geiz bei mir durch und ich probiere es nach meiner Ankunft zuhause. Gespannt bin ich, denn das Schwarzbier hat mich teilweise an ein Stout erinnert.

Fazit: Wir kommen wieder. Brauerei, Restaurant und Unterkunft harmonieren miteinander. Das Personal ist jederzeit aufmerksam und zuvorkommend. Die Preise sind auf jeden Fall angemessen. Leider habe ich es versäumt Fotos zu machen. Aber die Brauerei hat mir einen Schwung Fotos zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

Einen Wunsch hätte ich noch: Der Versand von den Bieren finde ich über den Anbieter Gourmondo nicht ausreichend. Vielleicht kann man hier noch optimieren. Ich bin jetzt schon auf das Jahrgangsbier 2017 gespannt.

Neben den Bieren haben die Vielanker einen eigenen Whiskey, Mineralwasser und diverse Limonaden im Angebot.

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