Freie Brau Union Bremen

Ich mag ja Norddeutschland. Was nicht bedeutet, dass ich den Süden doof finde. Im Norden ist das der wunderbar herbe Biergeschmack. Wenn ich Bier von den großen Brauereien trinke, dann mag ich besonders die aus dem Norden.

union_brewery_bremen_logo_2015Es war Anfang 2016, da habe ich von einer neuen Bremer Brauerei gehört. Die Freie Brau Union Bremen hat sich im Jahr 2015 wiedergegründet. Auf deren Homepage konnte ich nachlesen, dass es die Brauerei zwischen 1907 und 1968 schon mal gegeben hat. In den 1960er Jahren fing das Brauereisterben an. Auch in meiner Heimatregion dem Ruhrgebiet war es so. Große Brauereien haben kleine Brauereien aufgekauft und sie dann gegen die Wand fahren lassen oder oder sie wurden direkt geschlossen. Neben der Brauerei Beck & Co. und Haake-Beck gibt es nun in Bremen wieder eine dritte Brauerei.

Auf Facebook verkündete Stephan, mit dem ich monatlich einen Stammtisch besuche, dass er seine Schwester Lydia irgendwo in oder bei Bremen besucht hat und auf dem Foto sah ich diverse Flaschen von der Bremer Unionsbrauerei. Sehr weinerlich reagierte ich, dass ich das Bier nicht bekomme und ich es wohl nie mehr in meinem Leben probieren werden kann. Vielleicht eine Nummer übertrieben. Lydia hat Stephan ein Care-Paket für mich mitgegeben und es ist auch bei mir angekommen. Fünf (!) Flaschen habe ich von Lydia geschenkt bekommen und so nach und nach habe ich sie getrunken.

img_0194Der Bremer Hanseat 2.0 war mein erstes Bier der Union-Brauerei. Kupferrot ist es . Das Auge trinkt mit, das gefiel mir. Ich habe eine schöne Mischung aus Zitrus und Malz vernommen. Ich hätte mir von der Brauerei gewünscht, dass sie mehr Informationen gibt, welche Malze verwendet worden sind. Ein Bier, das nicht aufdringlich und das man gut trinken kann, wenn man sich mit mehreren Freunden zum quatschen trifft.

img_0193Mit 4,0 %Alkohol ist das Porter ein recht leichtes Bier. Alkohol ist, genau wie das Fett beim Essen, ein Geschmacksträger. Leider liegt hier auch schon das Problem. Auf der Homepage wird das Porter als „die angenehm leichte, süße Kombination von Malz-, Toffee- und Kaffeearomen aus Spezialmalzen, dezent gehopft, mit cremefarbenem Schaum. Naturbelassen, obergärig, kastanienbraun mit leichter Trübung“ bezeichnet. Ich war sehr neugierig. Aber im Geschmack, wie auch im Abgang, war dieses Bier recht schwach auf der Brust. Ich hätte mich über mehr gefreut.

img_0192Sehr gerne habe ich dagegen das Kellerpils getrunken. In der letzten Zeit bin ich ja wirklich skeptisch, wenn Brauereien ein Kellerbier in ihrem Sortiment aufnehmen (wie zum Beispiel das Theo von KöPi), aber die Strategen aus Bremen haben hier gute Arbeit geleistet. Nicht zu trüb, ein sehr frischer Geschmack. Ein Bier, dass ich gerne „wegzische“. Beim Kellerpils hatte ich den Wunsch mal das Brauhaus in Bremen zu besuchen und in „Originalumgebung“ das Bier zu trinken. Davon ab, die Fotos des Brauhauses sind sehr einladend.

Vom Pale Ale und vom Rotbier habe ich versehentlich keine Fotos gemacht, daher halte ich mich hier etwas zurück. Beim Pale Ale wurden diverse Aromahopfen verwendet. Alle wunderbar abgestimmt, keiner sticht besonders hervor. Das Rotbier ist toll gemacht, aber es trifft meinen persönlichen Geschmack nicht. Im Vordergrund steht die Süße des Malzes, aber ich persönlich hätte mir gewünscht, dass es mit mehr Hopfen unterfüttert worden wäre.

Mein Fazit: Spannend! Ich habe sehr gerne die Biere der Brauerei probiert. Das eine oder andere Bier traf nicht meinen Geschmack, aber das tut der Qualität nichts, die ich gut fand. Ich halte die Augen offen und freue mich Neuigkeiten der Unionsbrauerei zu lesen.

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