Stauders Jacob von Jacob Stauder

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass ich ein Freund der Privatbrauerei Jacob Stauder bin. Aber in den letzten Tagen hat mich die Brauerei wieder überrascht. Dieses Jahr hat die Brauerei Geburtstag, wird 150 Jahre alt und feiert es mit vielen kleinen oder größeren Veranstaltungen.

Im Januar 2017 bin ich zufällig auf eine Veranstaltung aufmerksam geworden. Für die Vorstellung eines neuen Bieres konnte man sich anmelden und das habe ich getan. Am 14. März 2017 bin ich mit meiner Frau zur Brauerei Stauder nach Essen gefahren, um Jacob kennenzulernen. Die Brauerei hat ein Festbier gebraut, das nach dem Gründer der Brauerei Jacob Stauder benannt worden ist. Ein Bier, das nur 150 Tage lang verkauft werden soll.

Die Veranstaltung fand direkt in der Brauerei statt. Die beiden Chefs und Cousins Axel und Thomas Stauder haben jeden Gast einzeln begrüßt. Die Herren Stauder führten kurzweilig durch den Abend und haben zum Jubiläumsjahr und zum Bier einige Geschichten erzählt. Eine Sache zum Festbier fand ich interessant, die Axel Stauder erzählt hat. Die Brauerei hat direkt gesagt, sie werden ein neues Bier brauen und nicht wie Mitbewerber ein altes Rezept aus dem Hut zaubern, wie man in den Gründerjahren das Bier gebraut und verkauft hat. Das kann gar nicht funktionieren. Die Zutaten und die technischen Voraussetzungen haben sich in all den Jahren verändert, heute kann man nicht mehr so brauen wie damals.

IMG_0411Dann kam der große Moment und Jacob wurde vorgestellt. Jacob gibt es nur aus der Flasche und wird nicht als Fassbier verkauft. Direkt verspürte ich einen Wermutstropfen. Als Flaschenform suchte sich die Brauerei die Euroflasche aus, die umgangssprachlich auch gerne auch Bauarbeiterflasche genannt. Leider aber nur im 0,33er-Gebinde. Vor einiger Zeit hatte ich von der Brauerei Gieriger solche Flaschen und bin sie nicht los geworden. In meinen bekannten Getränkemärkten wurde ich sie nicht los und habe sie verzweifelt zum Altglas gebracht.Vielleicht wird die Akzeptanz besser, wenn eine regionale Brauerei die Flaschen verwendet. Aber optisch sehen die Flaschen super aus. Die Standers sagten, es ist die Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Volle Zustimmung.IMG_0410

Mir ist die Wertigkeit des neuen Bieres bewusst geworden, wo ich die Gläser gesehen habe, die zur Verkostung auf den Tischen standen. Es wurden nicht die Standardgläser der Brauerei gereicht, es gab Craftbeergläser, die in meinen Augen eine Ähnlichkeit mit Rotweinkelchen haben. Von denen bin ich ein großer Fan, da sich in diesen Gläsern das Aroma wunderbar entfalten kann. Großes Kino. So machte es auch Sinn, dass die Stauders erklärten, wie mit dem Glas umzugehen ist. Endlich konnte ich das Bier sehen. Dunkler Bernstein, mit einem sehr feinen, schneeweißen Schaum.

IMG_0413Gerochen habe ich einen fruchtig-würziges Aroma. Der Grund dafür ist beim Hopfen zu finden. Es ist der Aromahopfen Saphir. Optisch für mich die schönste Hopfendolde, die ich bisher gesehen habe. Aber Hopfenporno ist heute kein Thema. Geschmacklich setzte sich der Geruch fort. Der Geschmack traf einen nicht wie ein Boxschlag, es harmonierte und es war ein süffiges Bier. Geschmack ist ja auch viel Interpretation, aber ich war mir sicher noch Röstmalze zu schmecken. Wie gesagt, meine Interpretation halt.

Der offizielle Teil war dann vorbei. Man konnte aber noch weiter verweilen, entweder mit den Tischnachbarn plaudern, aber auch die Stauder-Cousins standen für Gespräche zur Verfügung. Wer wollte, der konnte sich auch auf der berühmten grünen Stauder-Couch, die auch gut in mein Arbeitszimmer passen würde, fotografieren lassen.IMG_0414

Es war ein schöner Abend. Es war informativ, kommunikativ und lecker. Axel Stauder erzählte auf Nachfrage, dass der Verkauf des Jacobs sich auch verlängern könnte, wenn der Zuspruch entsprechend ist. Gerne, aber liebe Standers, dann bietet es bitte auch in Wuppertal an.

Zwischenzeitlich hat die Brauerei ein Video von der Vorstellung online gestellt:

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7 Comments

      1. So, es steht vor mir und mundet aus meinem Craftberrglas.
        Der erste Schluck war zu kalt, aber jetzt schmeckt es wunderbar. Die Flasche sieht auch cool aus.
        Cheers, habe noch zwei fürs WE.

      2. Ach, das freut mich.
        Bei der Präsentation habe ich einen Essener Wirt kennengelernt, der mich für eine Lesung gewinnen möchte. Die Präsentation wirkt gut nach.

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